Presse Echo
Ludwigsburger Kreiszeitung - 25. August 2008
 
Old Shatters: Beat-Knaller zum Abschied
 
Kult-Band gibt ihr letztes Konzert am 31. Oktober im Scala -
Beatles-Lehrer Tony Sheridan als Stargast
 
Die Old Shatters haben den Beat im Blut. Die Band von links: Gerhard „Vadder“ Knoblauch (64), Rolf „Ise“ Iseler (60), Manfred „Manne“ Bode (54), Roland „Sülzle“ Moritz (57), Reinhard „Rene“ Lutz (55), Jörg „Yogi“ Fröscher (54).
Archivbild: Alfred Drossel
Der Rock ’n’ Roll bleibt ewig jung. Aber seine Interpreten kriegen graue Haare. So wie die Old Shatters. Kult-Band, Beat-Legende, Rock-Helden – diese Attribute haben sie sich redlich erspielt. Aber sie wollen nicht warten, bis sie mal auf die Bühne getragen werden müssen. Sie hören auf, solange sie es noch krachen lassen können. Und sagen „Bye Bye“ mit einem Party-Knaller.

„It’s all over now! The last time...“ So heißt das Motto der Beat-Fete, die am Freitag, 31. Oktober, im Scala steigt. Die Kreissparkasse Ludwigsburg und die Ludwigsburger Kreiszeitung präsentieren die Party. Mit dabei ist kein Geringerer als Beatles-Lehrer Tony Sheridan. Natürlich wird er seinen Welthit „Skinny Minnie“ mit nach Ludwigsburg bringen.
Sicher werden auch jede Menge befreundeter Musiker an diesem Abend zur gemeinsamen Session auf die Bühne kommen. Und mit dabei sind auch Nachwuchsbands wie Experience und Dizzy Bee, die zusammen mit der MTV- Rock-’n’-Roll-Tanzgruppe den Fans einheizen werden.
Der gesamte Abend wird übrigens von Ralf Mayer von Tucan Studio mitgeschnitten und dann als Erinnerungs-CD veröffentlicht.
Als Konserve ist der typische Old-Shatters-Garagensound unvergänglich. Aber wer ihn einmal live gehört hat, dem geht er auch nicht mehr aus dem Ohr. Aber nochmal: Am 31. Oktober tritt die Kult-Band definitiv das letzte Mal in Lebensgröße vor ihre Fans. Einen Abschied auf Raten wird es nicht geben, versichert Bassist Rolf „Ise“ Iseler. Damals, in den 60ern, als er die Ludwigsburger Beat-Szene aufmischte, hätte er nicht gedacht, dass er mal „so alt“ wird wie er heute ist – 60.
Damals, das war die Zeit, als jeder Langhaarige als Gammler galt, der Beat bei den alten Säcken als „Negermusik“ verpönt war und es einfach das Größte war, jung zu sein und eine musikalische Revolution mitzuerleben. Ise und sein Freund Gerhard „Vadder“ Knoblauch haben die Zeit nicht nur miterlebt, sie haben sie mitgestaltet – bei den Shatters.
Diese Band war für Ludwigsburg das, was die Beatles für Liverpool. Die Shatters gingen mit Größen wie Golden Earing, den Rattles und den Lords auf Tournee. Sie spielten im legendären Hamburger Star-Club. In den 70ern gingen die Shatters auseinander, aber der Beat blieb im Blut. 1999 dann der Neuanfang als Old Shatters. Ise und Vadder waren mit vier Gleichverrückten wieder zurück auf der Bühne. Und räumten erneut ab.
Als der SWR 1 und die LKZ 2001 die lokalen Helden des Beat suchten, kürten die Fans die Old Shatters zur Nr. 1.
Ihr Erfolgsgeheimnis? „Wir spielen aus dem Bauch“, sagt Ise. „Und haben selbst Spaß dabei.“ Also dann, noch einmal, am 31. Oktober.
Info: Der Reinerlös des Konzerts geht ans Scala. Karten über Easyticket, im Scala montags bis freitags von 10 bis 15 Uhr, oder auf der Scala-Homepage

Wilfried Hahn
 
 
 
Internet Lokalzeitung (LOKALES-LIVE.DE) - 14.04.2008

Jubelfete beim "`s Dudelsäckle" - jetzt mit Fahne


Bald Vergangenheit: Die "Old Shatters" auf der Bühne.
Foto: hps

Wer 20 Jahre alt wird, veranstaltet aus diesem Anlass eine richtige dufte Fete mit Freunden und Freundinnen, ohne große Reden, ohne Pomp. Wenn ein Verein 20 Jahre alt wird, war das im Falle des Cannstatter Kulturverein „`s Dudelsäckle“ kein bisschen anders. Keine großen Reden, aber mit den „Old Shatters“ ein bockstarke „Gruftie-Band“ auf der Bühne des Bürgersaals im Kultur- und Sportzentrum in Münster, wohin der Dudelsäckle-Chef Peter Hinderer seine Mitglieder und alle, die daran interessiert waren, einen Abend lang in Rock-Nostalgien zu schwelgen, gebeten hatte. Es wurde getanzt, es wurde gehockt, es wurde an den Stehtischen gestanden, mit den Beinen gewippt, mit den Armen auf die Rhythmen reagiert, gesummt, laut mitgesungen – nur eins gab es nicht: schlechte Laune und langweilige Reden.

 
   
Die Tanzfläche war  stets gut besucht.       
Foto: hps    
Vor 20 Jahren haben sich 13 junge Menschen – Männlein und Weiblein – sich Gedanken über die nicht vorhandene Kulturszene für junge Menschen in der Bäderstadt gemacht, einen Verein gegründet und damit eine Plattform geschaffen, entweder als Kulturkonsument aufzutreten oder als Produzent von Kleinkunst eine Gelegenheit zur Darstellung zu bekommen. Das Experiment ist geglückt. Peter Hinderer, der Vorsitzende der damals 13 und heute Chef dieses nahezu 200 Mitglieder umfassenden Vereins hat ein Händchen dafür, das zu bieten, was zwar 20 Jahre älter, aber keineswegs langweiliger gewordene Mitglieder und der Dunstkreis bevorzugen.

Die „Old Shatters“, in 40 Jahren Bühnenlaufbahn mit Recht und Anstand ergraute Rockveteranen hatten das auf der repertoirealen Pfanne, was eben auch 20 Jahre älter gewordene Dudelsäcklefreunde in Scharen auf die Tanzfläche zog.

Dass die Deutschen im Rufe stehen, so richtige Vereinsmeier zu sein, wurde bisher durch das „Dudelsäckle“ am wenigsten belegt, sah man das Ganze doch oft sehr leger und locker, was dem Sinne des Vereins eben auch am meisten entspricht.

 
   
Eine Fahne für den Dudelsäckle-Chef Peter Hinderer.
    Foto: Rainer Arnold
Nun – seit Samstag besitzt der Verein etwas, was einen gestandenen heimischen Verein auszeichnet: Er hat eine Fahne. Als Daniela und Günther Neumann von der Pipe-Band „Tinitüsse“ mit dem Namensgeber des Dudelsäckle - eben ihren Dudelsäcken – auf die Bühne marschierten, musizierten, den Beweis antraten, dass Dudelsackweisen und Rockmusik durchaus kompatibel sind, war noch ein Dritter dabei. Kurt Heidmann, erfahrener Kübelesanschieber auf dem Cannstatter Marktplatz, dort die Farben des Kulturvereins vertretend, marschierte mit ein, übergab auf der Bühne unter dem Jubel der Anwesenden eine mit dem Wappen des Vereins bestickte Fahne, damit man etwas hat, hinter dem man herlaufen kann – eine Symbol für Zusammengehörigkeit, für Verbundenheit.

Für die Freunde der „Old Shatters“ war es mit eine der letzten Möglichkeiten, diese Urgesteine zu sehen, zu hören. Die Rock-Opas wollen sich nämlich das gönnen, was jedem Arbeitenden mit über 45 Berufsjahren zusteht. Man zieht sich aufs musikalische Altenteil zurück.

Hans Peter Schneider



Eßlinger Zeitung - 15.04.2008

Noch lange nicht reif fürs Altenteil

MüNSTER: Konzert von den Old Shatters zum 20-jährigen Bestehen des Kulturvereins s‘Dudelsäckle

(red) - Peter Hinderer, Vorstand vom Verein s'Dudelsäckle, steht im Foyer der Stadthalle Münster und begrüßt die Stammgäste per Handschlag. Sein Verein feiert heute mit den legendären Old Shatters 20-jährige Jubiläum.

„Wir wollten in Bad Cannstatt feiern, doch der Kursaal wird derzeit renoviert“, sagt Hinderer. Die Angestellten vom Cateringservice wuseln geschäftig herum. Ein paar ältere Damen gruppieren sich um einen Stehtisch und rauchen, was die Lungen hergeben. Aus der Halle dringen bereits die ersten Gittarenklänge und die Drums donnern nach draußen auf den Vorplatz - Soundcheck. Ein Bandmitglied steht im Backstagebereich und verzehrt eine Wurst mit Senf. Bereitet er sich immer so auf seinen Auftritt vor? „Nein, ich bin hungrig“, sagt „Manne“. Lampenfieber gibt's bei ihm nach langen Jahren Live-Erfahrung nicht mehr. Rolf Iseler, Gitarrist und Gründungsmitglied, sagt, dass die Band bald in Rente geht. 1964 wurde sie von Studenten gegründet. „Wir spielten als Studenten in den Clubs der amerikanischen Baracks. In den Sechzigern kam der „Beat“ nach Deutschland, da brach eine Welt für uns Junge auf“, erzählt Iseler. 40 Jahre alt ist die Gitarre und der Verstärker vom „Vadder“ einem der Gitarristen und immer noch im Einsatz. Die „Shatters“ spielten mit den britischen Gun, Renaissance, Tremoloes oder der deutschen Blues-Sängerin Joy Flemming. Dass die angejahrte Boygroup immer noch den Saal rockt, beweisen sie gleich beim dritten Song. „Black is Black“ aus dem Jahr „66“. Die „Ladies“ bilden noch immer die Vorhut, stürmen nach vorne und schwingen begeistert das Tanzbein, während die meisten Männer erst mal abwartend an den Tischen stehen oder sich an ihren Bierflaschen festhalten. Die Wirkung der „Shatters“ auf Frauen scheint auch nach Jahren ungebrochen. „Venus“ von den Shocking Blue spielen sie gleich zwei Mal hintereinander. Das zweite Mal mit Sängerin, die sie aus dem Publikum holen. Rolf Iseler steht Barfuß auf der Bühne und Sänger Yogi hat die Schildmütze tief ins Gesicht gezogen, er hat es nicht nötig, wie Mick Jagger auf der Bühne rumzuwuseln, er überzeugt allein mit seiner Stimme. Die gecoverten Songs wirken immer noch frisch und lassen spüren, welches Kulturbeben, sie einst ausgelöst haben. Mehrere Pausen legt die Band ein. Dicke Parfümschwaden und Schweißgeruch liegen in der Luft und auch die Ohren haben ein wenig Erholung nötig. Denn die Jungs lassen es immer noch ordentlich krachen.

Nach der Pause schreitet das Duo Günter und Daniela Neumann Richtung Bühne, beide von der Dudelsackformation Tinitüsse. Was nun folgt ist ein besonderes Schmankerl „Amazing Grace“ in einer Rock-Version mit Dudelsackbegleitung. Peter Hinderer steht am Bühnenrand, verschränkt die Arme auf dem Rücken und schaut zufrieden in die Runde.

Kurt Heidmann, ein Vereinsmitglied, überreicht ihm eine Standarte mit dem Dudelsäckle-Logo. Die rund 200 Zuschauer applaudieren begeistert. „I can't get no satisfaction“ von den Rolling Stones ist die letzte Zugabe, bis die „Shatters“ die Bühne gegen 24 Uhr verlassen. Das Publikum ist zufrieden. Eigentlich sind sie längst noch nicht reif fürs Altenteil.


Ludwigsburger Kreiszeitung - 10.12.2005
Die Old Shatters rocken hinter Gittern
Band gibt Benefizkonzert im Gefängnis von Stammheim - Viel Applaus von Häftlingen

Premiere: Die Old Shatters sind gestern erstmals in einem Gefängnis aufgetreten.
 
STAMMHEIM
Die Old Shatters haben niemanden umgebracht oder ausgeraubt. Dennoch sind sie im Gefängnis gelandet. In Stammheim machten sie gestern den Gefangenen mit Hits von den Rolling Stones oder John Denver ein vorweihnachtliches Geschenk. Die Häftlinge genossen die Abwechslung sichtlich. Denn oft sitzen sie bis zu 23 Stunden in ihren Zellen.
  
Durch die Baader-Meinhof-Bande ist das Gefängnis in Stammheim berühmt geworden. Die Terroristen hatten hier in den 70er Jahren eingesessen. Nach dem kollektiven Selbsmord der RAF-Führungsriege stand die Justizvollzugsanstalt lange in den Schlagzeilen. Heute sitzen dort immer noch 912 Häftlinge hinter Gittern. Prominenz ist aber keine darunter. Dafür war gestern mit den Old Shatters eine der bekanntesten Formationen der Region in der Anstalt. Die Musiker um den Ludwigsburger Bandleader Rolf Iseler sorgten mit Hits aus den 60er Jahren für Farbtupfer im grauen Gefängnisalltag.
   Die Idee zu dem Konzert hinter schwedischen Gardinen hatte Klaus Boshart, Bereichsleiter Besuch in Stammheim. Er kontaktierte Iseler vor einem halben Jahr. Damals fragte er, ob die Old Shatters sich einen Auftritt vor Häftlichen vorstellen könnten. Die Musiker sagten gerne zu. Dabei geht es ihnen nicht darum, "eine Show abzuziehen", betont Iseler. Stattdessen liegt ihnen das Schicksal der Häftlinge am Herzen. "Niemand wird als Verbrecher geboren", sagt Iseler.
   Drei bis vier Benefizkonzerte geben die Old Shatters pro Jahr. Sie spielten bereits zugunsten Mukoviszidose-Kranker oder für die Stiftung der Brenz-Band. Mit dem Konzert im Gefängnis betraten auch die Rock-Veteranen
Neuland. Doch auch hier kam ihr fetziger Sound klasse an. Die 80 Häftlinge applaudierten eifrig nach jedem Song. Bei "Country Roads" stimmten die Gefangenen sogar in den Refrain mit ein. Die Zeile "Take me Home to the Place I belong" sprach dem Puplikum wohl aus der Seele.
   Schließlich ist es kein Zuckerschlecken, den Tagesablauf ständig diktiert zu bekommen. Eine Stunde pro Tag dürfen sich die Gafangenen im Hof bewegen. Geduscht wird zweimal pro Woche. Abendessen wird ab 15.30 Uhr serviert. Mancher bleibt somit 23 Stunden eingeschlossen, erzählt Ralf Wolsfeld, der Gefangenenbetreuer.
   Doch die Anstalt bemüht sich, für Zeitvertreib zu sorgen. Sie hat 25 Vereine oder Personen an Land gezogen, die mit den Häftlingen etwas auf die Beine stellen. So zeigt der württembergische Schachverband den Gefangenen, wie man den Gegner ohne Gewalt schachmatt setzt. Ein Lehrer übt mit Jugendlichen für Weihnachten ein Theaterstück ein.
   An Weihnachten hatten auch die Old Shatters gedacht. Sie überreichtem jedem Zuhörer einen Nikolaus aus Schokolade. Die Musik war ebenfalls umsonst. Und die, findet Iseler, "scheint eine gute Therapieform zu sein". Christian Kempf
 
 
 
 
Ludwigsburger Kreiszeitung - 30.07.2005
Super-Oldie-Nacht:
Die 60er Jahre in Originalbesetzung
Fünf Ludwigsburger Bands im Scala
Das wird ein Oldie-Ereignis der ganz besonderen Art: Fünf Bands, die in den 60er Jahren in Ludwigsburg eine neue Zeit einläuteten, kommen wieder auf die Bühne. Fast alle in Originalbesetzung. Der Tag der großen Beat-Revue im Scala: Freitag, 30. September.
  Zum ersten Mal seit 40 Jahren sind sie wieder vereint: Die regionalen Beatgrößen der 60er Jahre wie The Lions, The Synphonies, The Group, Pat & The Beethovens und dazu die noch immer aktiven Old Shatters.
  Am 30. September geben sich aber noch weitere Musiker aus den verschiedenen Bands der damaligen Zeit ein Stelldichein, wollen zeigen, dass sie ihr Beat-Handwerk nicht verlernt haben.
  Früher trat man im "Eden", im "Hampelmann" oder in den verschiedensten Gemeindehäu- sern und Stadthallen in der Ludwigsburger Umgebung auf.
  Die Shatters schafften es gar in den Hamburger Starclub, sind aber auch heute noch auf den Festen und Feiern in der Region eine Attraktion. Die Synphonies begleiteten manchen Star der damaligen Zeit.
  Für das Regional-Projekt "Pop 50" hatte Scala-Programm-Macher Peter Sömmer die Idee für eine Beat-Revue - und konnte vor allem Rolf Iseler und Roland Moritz von den Old Shatters als Motoren gewinnen.
  Die Besucher erwartet am 30. September ab 19 Uhr eine mehrstündige Mischung: reichlich Live-Musik, dazu historische Filmaufnahmen und Bilder auf der Kinoleinwand sowie ein Plausch mit den Musikern über damals und heute - moderiert von Peter Maier-Stein, stellvertretender LKZ-Chefredakteur.
  Die Ludwigsburger Kreiszeitung präsentiert die Revue und wird schon in den Wochen vorher immer wieder Bands und Musiker vorstellen.
  Begleitend findet im Wilhelmsbau vom 17. September bis 8. Oktober eine große Ausstellung "BEAT in Ludwigsburg" statt.
  In Zusammenarbeit mit der Stadt, den Bands und dem Autor Ludwig Stark werden Originalplakate, Fotos sowie Musikinstrumente und Studioausrüstung ausgestellt. Geöffnet ist immer samstags von 12 bis 17 Uhr, dann gibt es Live-Musik, Instrumentenvorstellungen, Vorträge, Fachgespräche.

Info: Vorverkauf bei Easy Ticket, Tickethotline (0711) 2 555 555 (10 Euro, Abendkasse 14 Euro)
 
 

Ludwigsburger Kreiszeitung - 24.01.2005
Eine Generation feiert sich selbst
LKZ präsentiert Oldie Night im Scala - Drei Bands und jede Menge Spaß
Ausgelassene Partystimmung im Scala: Bei der Oldie Night wurden Erinnerungen an damals wach. Bild: Richard Zeller

Scala: Hautnah! Das war wörtlich zu nehmen: Bei der von der LKZ präsentierten Oldie Night am Samstag passte kein Löschblatt mehr zwischen die Gäste, Brenz Band, Fritz Cats und die Old Shatters verwandelten das Kultkino in eine gewaltige Steh- und Drängelfete.
Die Lokalmatadoren kosteten ihren Heimvorteil aus und liefen zur Höchstform auf. Die Brenz Band bewies mit ihrem unvergleichlichen Cajun von Schifferklavier und Mundharmonika, dass auch traditionelles Liedgut den Groove hat. Fritz Cats mit Röhre Catrin ließen Evergreens der 60er und 70er lebendig werden. Rock und Soul, Protestsongs und Balladen und den Blues, der sich so herrlich improvisieren lässt. Die Shatters huldigten dem Rock zum Teil noch auf Instrumenten von damals. Es ist wie ein Vergleich zwischen CD und Vinyl. Manchmal ist die Silberscheibe einfach zu steril, es gibt Titel, die brauchen das Knacken und Knistern für die passende Atmosphäre. Genau so hat Garagensound zu klingen.
  Weder Fritz Cats noch Shatters haben es nötig, den Originalen mit bemühten Coverversionen hinterher zu hecheln. Bei ihnen kommt die Musik von Herzen, nach einem kurzen Umweg über den Bauch heraus. Die Musik ist handgemacht und unverfälscht, auf technische Mischpultkosmetik wird verzichtet. Sie kommt pur und unverwässert rüber. Die Akteure haben die Songs noch selbst im Original erlebt, wie der Großteil des Publikums auch. Das ist zu hören und zu spüren. Time warp - zurückgebeamt in eine Epoche, die Geschichte schrieb.
  Die unter 40-jährigen im Publikum waren deutlich in der Minderheit. Eine Generation zelebrierte ihre Songs aus der eigenen Sturm- und Drang-Zeit. Der Scheitel breiter, dafür die "Kluft" von einst etwas enger, wurden Schlips und Kostüm gegen Jeans und T-Shirt getauscht. Das einst so bekämpfte "Establishment" wurde jetzt selbst am Garderobenhaken abgegeben.
  Plötzlich war es wieder da, das "Born-to-be-wild"-Gefühl. Das Bier aus der Flasche ersetzt den Bordeaux aus dem Kristallglas.
  Ob Arzt, Anwalt oder Anlageingenieur, es wurde abgerockt - aber wie! Beim Finale wurden die drei Bands zusammen vom Publikum "überholt": das Obladi-Oblada der Beatles kam aus dem Parkett lauter als von der Bühne. Es wurde gefeiert wie vor 30, 40 Jahren, das geschäftlich-steife ist erst wieder Montag: Da sind die ausgelassenen und tanzenden Mitsinger wieder die plaudernden Sektschlürfer im Foyer und die bloß konsumierenden Samtsessel-Mitwipper.
  Doch egal welcher Fraktion sich der Einzelne zurechnete, eines hatten sie alle gemeinsam: verdammt viel Spaß.

Thomas Faulhaber

 

Ludwigsburger Kreiszeitung - 19.07.2004
 
Rock'n'Roll verwandelt Festzelt in Partytempel
 
(AB) - Abrocken bis die Ärzte kommen, so lautete das Motto am Samstag, als die "Old Shatters" und die "Maroons" das Festzelt hinter der Gemeindehalle zum Kochen brachten. Über 1000 Besucher wollten sich das Spektakel nicht entgehen lassen.
Der Hohenecker Festplatz war zwar nicht das Jahnstadion und auch der Altersdurchschnitt war höher, doch der Stimmung tat das keinen Abbruch. Bei "Born to be wild", "Brown Sugar" oder "Sweet Home Alabama" wurde getanzt und gerockt, was die Puste hergab.
Ja, das waren noch Zeiten, die Jugend in den 60er und 70er Jahren, als sich noch Vinylscheiben auf den Plattentellern drehten und man bei Deep Purple die Mähne schüttelte. Heute sind die Haare grau und es plagt einen so manches Zipperlein, aber der Rock'n'Roll lebt weiter.
Ausgelassene Atmosphäre also bei dem von der Kreissparkasse präsentierten Doppelkonzert der Lokalmatadoren, die an diesem Abend in Bestlaune waren. Die langgedienten Musiker von den "Maroons" und den "Old Shatters" sind nicht nur Beleg für den Spruch: "Alter schützt vor Torheit nicht", sie können auch jungen Leuten noch was vormachen.
Rocken bis nach Mitternacht war nicht drin. Anwohner zeigten wenig Verständnis für die Musik im Festzelt und verständigte die Polizei, die zweimal anrückte.

 

Ludwigsburger Kreiszeitung - 17.11.2003

Bei der Oldie-Night ticken die Uhren anders

Old Shatters und Fritz Cats lassen es krachen - Konzert zugunsten der LKZ- Weihnachtsaktion
Lange Oldie-Night im Scala:
Vier Stunden lang sorgten die Old Shatters und die Fritz Cats für gute Stimmung mit Musik aus den 60ern und 70ern. Die Bands spielten vergangenen Freitag zugunsten der Weihnachtsaktion der Ludwigsburger Kreiszeitung "Helfen geht uns alle an".
Die Old Shatters wissen auch heute noch, wie man Stimmung in den Konzertsaal bringt.  Bild: Michael Fuchs
"Einen schnieken Abend", wünscht der Kartenabreißer am Eingang und gleich ist klar, hier ticken die Uhren anders. Keine wummernden Technobeats, keine seichten Popmelodien - die Old Shatters und die Fritz Cats spielen Rock 'n' Roll, Blues und Soul der 60er und 70er Jahre. Jeweils zweimal treten die Bands an diesem Abend auf und spielen Lieder, die zwar jeder kennt, die dennoch nicht abgedroschen klingen.
Rund 300 Besucher sind gekommen - halb so viel wie im vergangenen Jahr, weiß Peter Sömmer, Künstlerischer Leiter des Scala. Doch die gekommen sind, haben wahre Freude am Doppelkonzert. Nur anfangs herrscht bei den Besuchern Zurückhaltung, bleibt die Fläche vor der Bühne recht leer. Nach einer Weile wirkt die Spielfreude der Musiker ansteckend bis in den oberen Rang: Die Zuhörer tanzen, klatschen und singen mit.
Für Gänsehaut sorgt vor allem Katrin "The Cat" Haug mit ihrer Stimme, die sich anhört wie eine Mischung aus Tina Turner und Aretha Franklin. Wenn sie Lieder von James Brown, Janis Joplin oder Prince zum Besten gibt, dann ist das kein Versuch einer Imitation. Sie gibt den Liedern vielmehr eine eigene, besondere "Cat"-Note. Herausragend sind auch die Soli von Don Fritz (Calo Rapallo) und Toni Tiger (Fritz Haug), die sich gar ein Gitarrenduell liefern.
Nahtlos knüpfen die Old Shatters an das Programm an, während sich ihre Fritz-Cats- Kollegen unter die Besucher mischen: Temporeich und temperamentvoll versprühen sie ihre Spielfreude garniert mit einer Portion schwäbischem Witz und Charme. Auch das Publikum geht immer mehr aus sich heraus. "Leut', ihr seid so klasse", bekommen sie als Lob von der Bühne zu hören.
Die Band, die 1964 als Clubband angefangen hat und als Vorgruppe internationeler Bands wie Renaissance, Rattles und Lords gespielt haben, treten nach einer zwischenzeitlichen Pause seit März 2000 als "Old Shatters" mit Mitgliedern der Band "BOF" auf. Im Scala lassen es die sechs Musiker krachen mit Liedern wie "Route 66", "Keep on running" und "Let's spend the night together" und zeigen, dass sie keineswegs an Spritzigkeit eingebüßt haben.
Wahrlich schnieke, dieser Oldie-Abend.    Tanja Cukalac

 

Ludwigsburger
Kreiszeitung - 06.10.2003

Glückwunsch
auf dem
Bus-Heck

Local Hero "Vadder"
feiert heute den 60.


MUNDELSHEIM
(vol) - Local Hero Gerhard "Vadder" Knoblauch von den Old Shatters wird am heutigen Montag 60 Jahre. Und damit es auch wirklich jeder mitbekommt, steht es zwei Monate lang auf dem Heck eines Regionalbusses.

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Für zwei Monate eine Werbefläche am Regionalbus gemietet.
 Design des Plakates: Holger Pfeiffer - Tel. 07141-81625
 

Über einen Ferrari hätte sich der Autofan sicherlich auch gefreut, aber dafür hat es dann doch nicht gereicht. Dafür haben Vadders Bandmitglieder und Freunde der Old Shatters eine 1,70 mal 1,20 Meter große Werbefläche auf dem Bus gemietet, der jeden Tag durch seinen Wohnort Mundelsheim fährt. Was dort zu lesen ist, wird am heutigen Jubeltag zudem auf Plakaten überall im Ort verkündet: "Ein Local Hero wird 60. Vadder, die Old Shatters und all deine Freunde gratulieren dir." Natürlich hoffen die Initiatoren der Aktion, dass sich "Vadder" vor Gratulanten kaum retten kann. Der so Geehrte ahnt noch nichts von seinem Glück, denn alle Beteiligten haben Stillschweigen gewahrt.
Gerhard "Vadder" Knoblauch gehörte zu den Shatters, die im Herbst 2001 in einer gemeinsamen Aktion von LKZ und SWR1 - Legends of Pop - zu der beliebtesten Rockband aus dem Kreis Ludwigsburg und somit zu den "Local Heros" gewählt wurden. Zu dieser Zeit hatten sich die Shatters bereits getrennt und die beiden Bands Old Shatters und New Shatters ins Leben gerufen.
Mit seinen gerade 60 Jahren wird Vadder bereits heute als "Legende" bezeichnet. Musik bestimmt das Leben des Autodidakten, der sich von Englisch bis zum Orgel- und Gitarrespielen alles selbst beigebracht hat. Dabei war es für ihn immer das Wichtigste, dass die Musik aus dem "Bauch und dem Herzen kommt" und genau das macht wohl auch seinen Erfolg und seine Beliebtheit aus. Der Musiker, der die Anfangszeit des Beats verkörpert, hat es noch in jedem Konzert verstanden, den Funken zum Publikum überspringen zu lassen.
Im "wirklichen" Leben ist "der eingefleischte Junggeselle mit all seinen Mucken", wie ihn Bandkollege Rolf "Ise" Iseler bezeichnet, Fernmeldetechniker, der in der Alten Mühle in Mundelsheim sein eigenes Unternehmen aufgezogen hat.
Zur Vaterfigur, die sich um alles kümmert und für Sorgen und Nöte anderer immer ein offenes Ohr und eine helfende Hand hat, wurde der Sechzigjährige schon in jungen Jahren. "Er spricht nicht viel, sondern hilft. Freunde können unbedingt auf ihn bauen", erzählt "Ise".
Eine große Geburtstagsfeier zu Vadders Ehren steigt am 25. Oktober in der Freiberger Schlosskelter. Nicht nur Freunde und Fans werden kommen, sondern auch viele Musikerfreunde, die für eine unvergessliche Session sorgen sollen.

 

REMSECK WOCHE - Januar 2003

Nachlese zur 1. x-mas Oldie-Night in der Bürgerhalle Hochberg
Am 21.12. veranstaltete der Förderverein SGV Hochdorf Abt. Fußball seine erste Oldie-Night zu Weihnachten. Der Reiz nach einer anderen "Weihnachtsfeier" war groß beim Publikum. Dies zeigte sich deutlich an den Besucherzahlen. Die Bürgerhalle war fast bis auf den letzten Platz ausgebucht.
Als dann um 20.30 Uhr die "old" shatters die Oldie-Night musikalisch eröffneten gab es für die Zuschauer kein Halten mehr. Nach den ersten Liedern wurde die Tanzfläche gestürmt....

 

SWR 1 - Oktober 2002
„old shatters“ mit ihrem Garagensound in Freiberg  
Die Sieger des "Local-Hero-Wettbewerbs 2001 spielten zum Jahrestag am 26.Oktober 2002 in der Beihinger Schlosskelter. 

 

Ludwigsburger Kreiszeitung - September 2001
 
The Shatters: Die Legende rockt noch
LKZ und SWR 1 suchen "Local Heroes" der 70er - Konzert im Oktober
- Älter sind sie geworden, aber nicht leiser. Und wenn sie in die Saiten greifen, werden die 70er Jahre wieder jung. Sie nennen sich heute "old Shatters". Aber das "old" macht weder einen Old Shatterhand noch die "old Shatters" zu altem Eisen. Und das gilt genauso für die "New Shatters", die zweite Nachfolgeband einer Formation, die hier in der Region mal den Beat angab.
The Shatters hieß die lokale Legende. In den 70ern legten sie beim Sockenhopf los, dass die Wände der Turnhallen in Steinheim oder Ludwigsburg, Bietigheim oder Marbach wackelten. Günter und Doris Müller aus Oberstenfeld twisteten damals auch über die Tanzfläche. "Es war immer toll und klasse", schreiben sie uns, "bei den Shatters musste man einfach dabei gewesen sein."

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Ludwigsburger Kreiszeitung vom 3.September 2001
 
old Shatters sind die Local Heroes
Die "Alten" heizen auf der Super-Party in Bissingen mit Rock der 70-er Jahre ein
- Endlich! Wir haben sie, die Local Heroes. Die old Shatters sind die Legende of Pop der 70-er Jahre, nach denen SWR 1 und LKZ gesucht haben.
Bis zum Schluss war das Rennen offen, obwohl das Ergebnis eigentlich von Anfang an klar war. Wie berichtet, wollten viele Fans The Shatters nochmal sehen und hören, wenn am 26. Oktober in der Bissinger Jahnhalle  die grosse Fete im Stil der rockverrückten 70-er Jahre steigt.
Aber The Shatters haben sich vor einigen Jahren getrennt. In old shatters und New Shatters. Und ein gemeinsamer Auftritt der alten Bandmitglieder aus den 70-ern war nicht mehr möglich. Als das klar war, zeichnete sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen Matter of Taste und Helter Skelter ab. Das jedenfalls dachten LKZ und SWR 1.
Aber die Fans der alten Shatters gaben nicht auf. Sie bombardierten uns per Brief, Fax und E-Mail. Tenor: Wenn schon nicht die Original-Shatters von damals auf die Bühne zu bringen sind, dann wollen wir aber jene Shatters hören, die immer noch den Garagensound der 70-er Jahre drauf haben. Und das sind die old Shatters.
Also haben wir es nochmal versucht und Rolf "Ise" Iseler bekniet. Er spielte den Bass bei den Shatters schon 1967. Und gründete zusammen mit dem Ex-Shatter Gerhard "Vadder" Knoblauch auch die old Shatters. Die zwei Freunde berieten sich mit den anderen Bandmitgliedern.
Ihre Antwort: "Wenn die Fans uns wollen, lassen wir sie auch nicht hängen. O.k., wir sind dabei am 26. Oktober in Bissingen."

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